Jeder Mensch hinterlässt Spuren.

Tiergestützte Erinnerungsarbeit und Lebensgeschichten
Erinnerungsarbeit

Was bleibt, wenn jemand geht

Menschen tragen Geschichten in sich, die sonst niemand kennt. Ich helfe dabei, sie festzuhalten – im Gespräch, in Bildern, im Film. Für die Familie, für die Kinder, für die Zeit danach.

Meine Hündin Lotta ist dabei. Sie ist ein geprüfter Besuchshund und macht etwas, das ich nicht kann: Ihre Anwesenheit macht Gespräche oft leichter. Wenn sie hereinkommt, wird es leiser. Menschen wenden sich ihr zu. Sie schenkt Nähe, ohne zu bedrängen – und genau das öffnet Gespräche, die sonst schwerfallen.

Für wen

Für Menschen, die ihre Lebensgeschichte weitergeben möchten. Für ältere Menschen, die Erinnerungen für Kinder und Enkel bewahren wollen. Für Menschen mit einer schweren Diagnose, die eine Botschaft hinterlassen möchten. Für Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen, die vertraute Lebensgeschichten bewahren wollen.

Woran Menschen oft denken

An das Ungesagte – der Dank, die Zuneigung, der Satz, der nie über die Lippen kam.

An das Unerledigte – ein Streit, ein abgebrochener Kontakt, eine Bitte um Verzeihung.

An das Anvertraute – eine Botschaft, die erst später ankommen soll. Für die Kinder, für einen einzelnen Menschen, für die Zeit danach.

Und oft an ganz anderes, an das vorher niemand gedacht hat. Wir müssen das nicht vorher wissen.

Was ich mitbringe

Ich bin Filmemacher und Autor und dokumentiere seit über zwanzig Jahren Geschichten – in Bildern, Gesprächen und Erinnerungen. Gemeinsam mit Lotta habe ich an der Akademie van Schewick die Ausbildung für Besuchshundeteams absolviert – rund 230 Stunden mit 16 Seminartagen. Bestanden haben wir den Eignungstest, die Prüfungen in Theorie und Praxis und den Alltagssicherheitstest der Akademie. Mehr zur Ausbildung und zu tiergestützter Arbeit.

Die Arbeit kann vieles umfassen: Gespräche und biografisches Arbeiten, filmische Erinnerungsdokumentation, Videobotschaften für Angehörige, das Arbeiten mit Fotoalben und Gegenständen, Besuche an Orten mit Bedeutung. Manchmal auch einfach nur einen Spaziergang mit Lotta.

Was am Ende bleibt

Das entscheiden Sie – und Sie müssen es nicht am Anfang entscheiden.

Ein Film. Das, was ich am besten kann. Erzählte Geschichte, Fotos, Orte, Bewegtbild. So lang oder so kurz, wie es trägt. Auf einem USB-Stick, als Datei zum Weitergeben, auf Wunsch über einen geschlossenen Link, den nur die Familie sieht.

Eine Tonaufnahme. Für viele das Kostbarste, weil die Stimme bleibt. Manchmal ist es auch das Leichtere: kein Blick in die Kamera, kein Licht, nur Reden.

Ein geschriebenes Dokument. Ihre Geschichte als Text, den man in die Hand nimmt und weitergibt. Aus den Gesprächen gehört, aufgeschrieben und Ihnen vorgelegt, bis es stimmt.

Vieles davon lässt sich verbinden. Und manches, was gesagt wird, soll nirgends hin – auch das ist in Ordnung.

Wo eine Erinnerung entstanden ist

Manche Geschichten kommen erst dort, wo sie passiert sind. Die Bank im Park. Der Bahnsteig. Das Haus, in dem das Kinderzimmer war. Das Lokal des ersten Abends zu zweit.

Wenn Sie möchten, fahren wir hin. Es braucht keinen weiten Weg – oft liegt der Ort um die Ecke und ist trotzdem seit vierzig Jahren nicht besucht worden.

Ein heller Hund steht auf einem Duenenweg und schaut aufs Meer

Wie ein Besuch abläuft

Ankommen und eine kurze Vorstellung. Eine Begegnung mit Lotta – nur wenn Sie möchten, sie bleibt sonst ruhig im Hintergrund. Dann ein Gespräch in Ruhe, so lange oder so kurz, wie es guttut. Am Ende halten wir fest, was bleiben soll.

Nichts davon muss beim ersten Mal gelingen. Begleitung über mehrere Treffen ist eher die Regel als die Ausnahme.

Ich arbeite deutschlandweit sowie in Österreich und der Schweiz. Bei größerer Entfernung stimmen wir die Termine so ab, dass mehrere Treffen an einem Aufenthalt möglich sind.

Ein Gespräch vorab

Bevor irgendetwas beginnt, sprechen wir miteinander. Dabei klären wir gemeinsam, ob und was das Richtige für Sie oder Ihre Angehörigen ist.

Dieses erste Gespräch kostet nichts. Was danach entsteht, besprechen wir vorher in Ruhe – Umfang und Kosten, bevor Sie sich festlegen. Wenn Sie in erreichbarer Nähe sind, komme ich gern vorbei. Ist der Weg weiter, sprechen wir zunächst per Video oder am Telefon – Sie müssen sich zu nichts entscheiden, bevor wir uns nicht gesehen haben.

Schreiben Sie mir einfach, worum es geht. Ein Satz genügt.

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