Kinder lesen Lotta vor

Leseförderung mit einem geprüften Besuchshund
Lesehund

Lesen üben bei jemandem, der nicht verbessert

Ein Kind, das schlecht liest, weiß das genau. Es liest vor der Klasse und hört sich selbst stocken. Es sieht, wie die anderen warten. Nach ein paar solcher Runden liest es nur noch, wenn es muss.

Lotta unterbricht nicht. Sie seufzt nicht, sie verbessert nicht, sie erzählt es niemandem weiter. Sie liegt da und hört zu. Für manche Kinder ist das das erste Mal, dass Vorlesen keine Prüfung ist.

Wie es abläuft

Ein Kind, ein Buch, fünfzehn bis zwanzig Minuten. Das Kind sucht sich aus, was es liest, und bestimmt das Tempo. Lotta liegt auf ihrer Decke daneben, oft mit dem Kopf am Bein des Kindes. Ich bin dabei, halte mich aber heraus – ich korrigiere nicht und lasse nicht „mit Betonung“ vorlesen. Es geht nicht um Leistung, es geht um Übungszeit ohne Angst.

Sinnvoll ist ein fester Rhythmus über mehrere Wochen, nicht ein einzelner Besuch. Wir kommen wöchentlich oder alle vierzehn Tage und arbeiten mit einer kleinen, festen Gruppe von Kindern.

Für wen

Für Kinder, die lesen können, aber ungern lesen. Für Kinder, die sich vor der Klasse nicht trauen. Für Kinder, die zu Hause eine andere Sprache sprechen und im Deutschen Übung brauchen. Für stille Kinder, die sonst selten drankommen.

Es ist keine Therapie und ersetzt keine Förderdiagnostik. Es schafft Übungszeit, die Kindern Freude macht – und das ist bei kaum einem Kind das Problem, das zu viel davon hätte.

Wo

Grundschulen, Förderschulen, öffentliche und kirchliche Büchereien, Vorschulgruppen in Kitas. Ich brauche wenig: einen ruhigen Raum oder eine ruhige Ecke, einen Teppich oder eine Matte und Wasser für Lotta.

Ich arbeite von Köln aus, komme aber auch weiter – deutschlandweit sowie in Österreich und der Schweiz.

Warum Lotta das darf

Lotta ist ein Australian Cobberdog, geboren 2024, und wurde vor Beginn der Ausbildung auf ihre Eignung getestet. Gemeinsam haben wir an der Akademie van Schewick die Ausbildung für Besuchshundeteams im pädagogischen und therapeutischen Einsatz absolviert – rund 230 Stunden mit 16 Seminartagen, Hospitationen und Fachliteratur. Bestanden haben wir die Prüfungen in Theorie und Praxis und den Alltagssicherheitstest der Akademie. Was tiergestützte Intervention genau bedeutet.

Für Lotta gelten dabei dieselben Regeln wie für die Kinder: Sie hat jederzeit einen Rückzugsort, die Einsätze sind zeitlich begrenzt, und wenn sie einen Tag nicht mag, dann mag sie ihn nicht. Ein Hund, der arbeiten muss, ist für diese Arbeit der falsche.

Und für einen einzelnen Termin?

Wenn Sie keinen fortlaufenden Rhythmus einrichten können, lese ich vor – Detektivin Lotta löst knifflige Fälle, für Vorschulkinder und Grundschulklassen. Mehr dazu bei den Lesungen.

Woher die Idee kommt

1999 startete Intermountain Therapy Animals in Salt Lake City das Programm Reading Education Assistance Dogs. 2008 kam das erste Lesehund-Projekt nach Deutschland, nach München. Inzwischen arbeiten weltweit mehrere tausend Teams so.

Termin anfragen

Was ein Besuch kostet, hängt vom Rahmen ab — eine einzelne Schulstunde ist etwas anderes als eine feste Reihe über mehrere Wochen. Fragen Sie an, auch wenn Ihr Etat klein ist. Wir finden etwas.

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