Weil Hunde Beziehungen sind
Die Konzertlesung
Was Sie erwartet
Am liebsten lesen wir in einem Wohnzimmer. Keine Bühne, kein Mikrofon, niemand sitzt weit weg. Man sieht die Gesichter, man hört, wo gelacht wird, und wer etwas dazu sagen möchte, sagt es einfach. Größere Räume gehen auch — aber diese Nähe ist das, was wir an solchen Abenden suchen.
Und wo der Gastgeber es erlaubt, sind Hunde im Publikum willkommen. Lotta ist dabei.
Ich lese aus meinem Buch „Mein tierisches Leben“ — was ich mit Hunden erlebt habe. Winfried Bode liest, was andere über Hunde geschrieben haben: Konrad Lorenz, Hundeabenteuer, Fundstücke aus siebzig Jahren Hundeliteratur.
Dazwischen spielen wir. Wenn das Thema wechselt, kommt ein Musikblock — so bleibt zwischen zwei Geschichten ein Moment Ruhe. Deshalb Konzertlesung und nicht Lesung.
Winfried hatte nie einen eigenen Hund. Ich hatte immer welche.
Die Konzertlesung
Für wen der Abend ist
Für Menschen mit Hund — das liegt nahe.
Genauso für alle, die keinen haben. Winfried hat nie einen gehabt und liest seit über zwanzig Jahren über sie. Es geht offensichtlich auch so.
Für die, die gerne einen hätten, bei denen es gerade nicht geht.
Und für die, deren Hund nicht mehr da ist. Wer an diesem Abend lachen will, darf lachen. Wer für einen Moment still wird, ist hier richtig.
Wer auf der Bühne steht
Zwei Musiker, zwei Leser, zwei Hundeliebhaber
Winfried Bode

Sänger, Gitarrist, Songwriter und Autor aus Köln. Er steht seit 1965 auf der Bühne — 1967 spielte er mit seiner Band The Gang vor achttausend Zuhörern in der Kölner Sporthalle, als Vorgruppe der Kinks. Seither über zwanzig Veröffentlichungen, rund fünfzehnhundert eigene Songs und ein Lehrbuch für junge Sängerinnen und Sänger.
Musik und Literatur verbindet er seit 2003 auf der Bühne — anfangs vor allem mit Kurzgeschichten und Romanauszügen mit Musikbezug, oft im Duo mit der Hörfunk-Journalistin Gisela Schinawa. Das Spektrum hat er seither deutlich erweitert: klassische Literatur ebenso wie Krimis, Satire und Popliteratur, etwa Erich Kästner, Agatha Christie oder Jack Kerouac. Jeder Abend wird individuell zusammengestellt. Einen eigenen Hund hatte er nie.
In der Wohnung seiner Kindheit war dafür kein Platz. Ein Tierfan war er trotzdem, und vor allem ein Hundefan. Der Hund, an den er sich am genauesten erinnert, gehörte den Tanten Heidi und Lenchen: Fiffi, ein graugesprenkelter Mischling, schäferhundähnlich, aber kleiner — und ausgesprochen nervös.
Hunde versteht er gut, genauso wie Menschen. Zöge morgen einer bei ihm ein, wüsste er sofort, wie der erste Tag aussieht: erst die Wohnung, dann das Viertel, dann der Park in der Nähe, damit der Hund sieht, wo seine künftigen Kumpels laufen.
Lesen würde er an so einem Abend zum Beispiel Jack London, Konrad Lorenz oder Stephen King — was es am Ende wird, steht noch nicht fest.
Ralf Alef

Jahrelang habe ich in der Eifel gelebt, mit mehr Tieren als Zimmern. Als dort die ersten Holzzäune standen, fragten die Nachbarn, ob ein Jurassic Park entstehe.
Es wurden Hunde, zwei Mini-Shetlandponys, ein Isländer, Ziegen, Schafe, Kaninchen, Katzen, ein Ganter und eine Gans. Vom Dreh habe ich oft ein Tier mit nach Hause gebracht.
Angefangen hat es mit einem Stoffdackel, mit Lassie und Rin Tin Tin und mit Büchern. Der erste echte Hund war Sandra.
1979, ich war zwanzig, spielte Bass in einer Galaband und kam von einem Auftritt in Krefeld. Am Morgen danach ging ich in eine Metzgerei, um belegte Brötchen für die Weiterfahrt zu holen. Dort stand Sandra: vierjährige Neufundländerin, groß wie ein Kalb, Chefin im Laden. Der Metzger musste sie abgeben.
Hundert Mark für Sandra, eine Mark vierzig für das Brötchen. Das Brötchen habe ich dann liegen lassen.
Heute ist es Lotta.
Wir sind seit 1980 durchgehend befreundet und musikalisch verbunden — in den Achtzigern noch gemeinsam in The Gang, später im Duo und in wechselnden Besetzungen, zuletzt als The Hip Bees mit André Schorn am Schlagzeug, gegründet aus Spaß, Welturaufführung in einer Scheune in Münstereifel. Woran Winfried sich von der ersten gemeinsamen Bühne erinnert, ist nicht die Musik: Humor und Wellenlänge stimmten von der ersten Minute an — die musikalische Harmonie kam noch dazu.
Für Ihre Planung
Dauer, Technik und Honorar
- Dauer
- 90 Minuten sind Standard. Kürzer oder länger nach Absprache.
- Ablauf
- Lesen, Musik, Gespräch mit dem Publikum. Signieren, wenn gewünscht.
- Technik
- Wir bringen mit, was wir brauchen. In kleineren Räumen spielen wir rein akustisch, für größere kommt eine Anlage mit. Vor Ort genügen ein Tisch, zwei Stühle und ein Stromanschluss.
- Lotta
- Platz für eine Decke und einen Wassernapf.
- Anreise
- Mit dem Auto, deutschlandweit.
- Honorar
- Nach Absprache, je nach Rahmen — eine Wohnzimmerrunde ist etwas anderes als ein voller Saal. Trauen Sie sich zu fragen, auch wenn das Budget klein ist. Wir finden etwas.